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Maximilian Berger

Herzlich Willkommen auf der zukunftspromenade!

Das Jahr 2015 ist gerade hinter uns und zeigte sich – nach meinem Eindruck – so bewegt wie kaum ein Jahr zuvor. Unterschiedlichste politische und gesellschaftliche Herausforderungen beschäftigten uns in den vergangenen zwölf Monaten, dass man sich wünscht einen Moment innehalten zu können, um alles der Reihe nach zu sortieren. Leider wird uns das in Zeiten globaler Vernetzung und Kommunikation kaum zugestanden – das Weltgeschehen steht auch nicht an Feier- oder Ferientagen still.

Finanz- und Wirtschaftskrise, Ukraine-Konflikt, Klimawandel, Syrienkrieg, islamistischer Terrorismus und insbesondere die Ausbreitung des „Islamischen Staates“ (IS), Flüchtlingsbewegung etc. – das waren nur einige Schlagworte, mit denen es sich als politisch Interessierter im vergangenen Jahr auseinanderzusetzen galt. Als solcher habe ich diese gesellschaftlichen Herausforderungen, die meiner Ansicht nach ausnahmslos alle erhebliche Auswirkungen auf unser gesellschaftliches Leben haben, mehr oder weniger intensiv verfolgt. Im Kern ist die Frage nach dem rechten Umgang mit diesen Problematiken eine Frage nach der grundlegenden Verfasstheit der Gesellschaft. Um diese Verfasstheit dreht sich das allermeiste auf der zukunftspromenade.

Kurz zu meiner Person: Mein Name ist Maximilian Berger, ich bin Soziologe und seit einiger Zeit bereits im weitesten Sinne mit dem Thema gesellschaftlicher Idenitäten befasst. Im Zuge des enormen Flüchtlingsaufkommens im Jahr 2015 und der daran anschließenden Debatte über den richtigen Umgang mit den Menschen bzw. eine adäquate Integration kam ich immer wieder zu der Fragestellung: Wohin sollen sich die ankommenden Menschen eigentlich integrieren? Welche „Spielregeln“ jenseits gesetzlicher Normen können denn als festgeschrieben und für alle in Deutschland Lebenden als Denk- und Handlungsgrundlage vorausgesetzt werden?

Eine Lösung dieser Fragen – welche m.E. die zentrale Debatte der mittleren und jungen Generation für die kommenden Jahrzehnte anstoßen – wird hier auf der zukunftspromenade in Kleinstschritten unternommen. Anders ist dies auch überhaupt nicht möglich: Wer glaubt, dass man Einwanderern nun einen Regelkatalog überreichen kann, den sie unter Androhung der Ausweisung einhalten und so in ihre Wertvorstellungen übernehmen, kann sich kaum ernsthaft mit der Thematik beschäftigt haben. Vielmehr ist es notwendig, anhand kleiner, auch alltäglicher Beispiele zu analysieren, wie sich eine kulturelle Gemeinschaft als Wertegemeinschaft und damit als identitätsstiftende Bezugsgröße von Individuen konstituiert und entwickelt.

Auf der zukunftspromenade geht es deshalb zu wie auf jeder Strandpromenade: Es geht ums Beobachten, ums Sehen und Gesehenwerden, während man einem mal schemenhaft, mal fest fokussierten Ziel entgegen geht. Für diesen Blog bedeutet das: Mitlesen, Mitdiskutieren, Anregen, Kritisieren und innovative Einfälle und Ideen einstreuen, damit wir gemeinsam im Diskurs Schritte in eine wie auch immer geartete richtige Richtung gehen.